Weltschoepfungen

 2065001405.08.2010

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Homerische und orphische Weltschöpfung

Pelasgische Weltschöpfung

Griechische Weltschöpfung

Philosophische Weltschöpfung

Ägyptische Weltschöpfung

Indische Weltschöpfung

Olympische Weltschöpfung

Homerische und Orphische Schöpfungsmythos
Bei HOMER heißt es, alle Götter und alle Lebewesen hätten ihren Ursprung im
Strome des OKEANOS, der die Welt umgürtet,
und THETIS sei die Mutter aller seiner Kinder.
Die ORPHIKER sagen, dass die schwarzgeflügelte Nacht, eine Göttin,
vor der selbst Zeus in Erfurcht stand, vom Wind umworben wurde,
und das sie ein silbernes Ei im Schoße der Dunkelheit legte; und das EROS,
den manche PHANES nennen,
diesem Ei entschlüpfte
und das All in Bewegung setze.
EROS war zweigeschlechtlich und Goldgeflügelt.
Manchmal brüllte er mit seinen vier Häuptern wie ein Stier oder ein Löwe.
Manchmal zischte er wie eine Schlange oder blökte wie ein Widder.
Seine Mutter, die ihn ERIKEPAIOS nannte oder PROTOGENOS PHAETHON,
lebte mit ihm in einer Höhle.
Sie selbst zeigte sich in der Trinität von
 NACHT; ORDNUNG und GERECHTIGKEIT.
Vor der Höhle saß die unentrinnbare Mutter RHEA, eine bronzene Trommel rührend,
und lenkte den Menschen mit seiner Aufmerksamkeit auf das Orakel der Göttin.
PHANES schuf die ERDE, den HIMMEL, die SONNE und den MOND
Die Dreifaltige Göttin regierte das ALL,
bis sie ihren Zepter an URANOS abgab

 

 

Pelasgischer Schöpfungsmythos
Am Anfang war EURYNOME, die Göttin aller Dinge.
Nackt schob sie sich aus dem CHAOS.
Aber sie fand nichts Festes, darauf sie ihre Füße setzen konnte.
Sie trennte daher das Meer vom Himmel und tanzte einsam auf den Wellen.
Sie tanzte gen Süden; und der Wind, der sich hinter ihr erhob schien etwas neues
und eigenes zu sein, mit dem das Werk der Schöpfung beginnen konnte.
Sie wandte sich um und erfasste diesen Nordwind und rieb ihn zwischen ihren Händen.
 Und siehe da! Es war OPHION die große Schlange.
EURYNOME tanzte um sich zu erwärmen wild und immer wilder,
bis OPHION, lüstern geworden, sich um ihre göttlichen Glieder schlang
und sich mit ihr paarte.
So war EURYNOME vom Nordwind,
 der auch BOREAS genannt wird
schwanger.
Dies ist der Grund, warum Stuten oft ihr Hinterteil dem Wind entgegenhalten
Und trächtig werden ohne die Hilfe eines Hengstes.
Dann nahm EURYNOME die Gestalt einer Taube an, lies sich auf den Wellen
nieder und legte zu ihrer Zeit das WELTEI.
Auf ihre Anordnung wand sich OPHION siebenmal um dieses Ei, bis es
ausgebrütet war und aufsprang.
Aus ihm fielen alle Dinge die da sind
SONNE, MOND, PLANETEN, STERNE, die ERDE mit ihren Bergen und
Flüssen, ihren Bäumen, Kräutern und lebenden Wesen.
EURYNOME und OPHION schlugen ihr Heim auf dem Berge OLYMPOS auf.
Hier rief er ihren Unwillen hervor da er behauptete, der Schöpfer der Welt zu sein.
In ihrem Zorn trat sie ihm mit der Ferse auf den Kopf, schlug ihm dabei die
Zähne aus und verbannte ihn in die dunklen Höhlen der ERDE.
Die nächste Tat der Göttin war die Erschaffung der sieben PLANETEN.
Über jeden setzte sie eine TITANIN und einen TITANEN.
THEIA und HYPERION                     über die SONNE
PHOIBE und ATLAS                         über den MOND
DIONE und KRIOS                            über den MARS
METIS und KOIOS                            über MERKUR
THEMIS und EURYMEDON             über JUPITER
THETYS und OKEANOS                   über die VENUS
RHEA und KRONOS                          über den SATURN
Der erste Mensch war PELASGOS, Ahnherr der PELASGER
Er entsprang dem Boden ARKADIENS, gefolgt von anderen, die er lehrte,
Hütten zu bauen und Eicheln zu essen.
Die Kleidung nähten sie aus Schweinshäuten, wie sie noch heute getragen wird
.

 

CHAOS
Aus dem CHAOS kam die ERDE hervor
In Gestalt der unsterblichen Göttin GAIA
Tief in ihrem Inneren befindet sich der entsetzliche TARTAROS,
ein finsterer Abgrund.
Aus dem CHAOS wuchs die Urkraft, die LIEBE (EROS)
Das CHAOS gebar die ewige Finsternis und die dunkle Nacht,
woraus die STERNE und der TAG hervorgingen.
URANOS, der HIMMEL war von GAIA hervorgebracht worden.
Als ihr Gatte wurde er Ahnherr des griechischen Göttergeschlechts.
KRONOS entmannte URANOS mit einer Sichel
Und riss die Herrschaft der Welt an sich.
Seine Gattin RHEA gebar ihm:

 

Philosophischer Schöpfungsmythos
Zuerst war Dunkelheit und das CHAOS entsprang der Dunkelheit.
Aus der Paarung von DUNKELHEIT und CHAOS entsprangen
Die NACHT, der TAG, EREBOS und die LUFT.
Aus der Paarung der NACHT mit EREBOS entsprangen
VERDERBEN, ALTER, TOD, ZWIETRACHT, MORD, ENTSAGUNG,
SCHLAF, TRÄUME, ELEND, ÄRGER, NEMESIS, FREUDE,
FREUNDSCHAFT, MITLEID
Die drei SCHICKSALSGÖTTINNEN und die drei HESPERIDEN.
Aus der Paarung von LUFT und TAG entsprangen
Die Mutter ERDE der HIMMEL und das MEER.
Aus der Paarung von LUFT und ERDE entsprangen
SCHRECK, HANDWERK, ZORN, HADER, LÜGEN, RACHE,
MASSLOSIGKEIT, STREIT, VERTRAG, VERGESSEN, FURCHT,STOLZ, SCHLACHT,
auch OKEANOS, METIS,
 und die anderen TITANEN, TARTAROS
und die drei ERINYEN oder FURIEN.
Aus der Paarung des MEERES und seiner FLÜSSE entsprangen
Die NEREIDEN.
Aber noch gab es keinen sterblichen Menschen. Da formte sie
PROMETHEUS, Sohn des IAPETOS,
mit der Zustimmung der Göttin ATHENE,
den Göttern ähnlich.
Er verwendete Lehm und Wasser aus Panapeus in Phokis
Und ATHENE atmete Leben in sie.
Andere sagen das der Gott aller Dinge, wer immer er auch gewesen sein mag,
denn manche nennen ihn Natur --- plötzlich im CHAOS erschien und die ERDE
vom HIMMEL, das WASSER von der ERDE und die obere LUFT von der
unteren LUFT trennte.
Nachdem er die Elemente entwirrt hatte, gab er ihnen die noch heute gültige Ordnung.
Er teilte die Erde in Zonen, von denen manche sehr heiß, manche sehr kalt und andere wieder gemäßigt waren.
 Er formte Ebenen und Berge
 und bekleidete sie mit Gras und Bäumen.
Darüber setzte er die Wölbung des Firmaments,
besät mit glitzernden STERNEN.
Den vier Winden wies er ihren Posten zu.
Er bevölkerte
die Gewässer mit Fischen,
die Erde mit Tieren,
 und den Himmel füllte er mit der Sonne
 und dem Mond und den fünf Planeten.
Zuletzt schuf er den Menschen, der allein unter allen Lebewesen sein Antlitz
zum Himmel erhebt und die Sonne, den Mond und die Sterne beobachtet,
 falls es nicht doch war ist,
das PROMETEUS, der Sohn von IAPETOS,
des Menschen Körper aus Wasser und Lehm formte
 und das wandernde göttliche Elemente,
die aus der Zeit der ersten Schöpfung stammten,
die Seele beisteuerten
.

 

ATUM erhob sich aus dem NUN,
hoch wie ein Hügel.
ATUM war des allein seins überdrüssig
Und verschlang seinen eigenen Samen,
den er mit Hilfe seiner Hand gewonnen hatte.
Nachdem er sich so selbst befruchtet hatte
gebar er SHU, den Windhauch
und        TEFNUT, die Feuchtigkeit
indem er sie aus seinem Munde spie.
SHU und TEFNUT zeugten
GEB,           die ERDE
und NUT,           den HIMMEL
Diese zeugten 
           ISIS,   die Göttin des Lebens
und  OSIRIS   der Herr im Totenreich
danach     SETH den Gott der Fremdländer
und  NEPHTYS die Herrin des Hauses
Das Königtum errang dann HORUS der Sohn der ISIS.
ATUM – „das Nicht- seiende“
NUN  -  „das Urwasser”
In dem Kult um den BNBN – Stein – der den ersten Hügel darstellen kann,
der beim Fall des Nilwassers sichtbar wird,
wie auch einen erigierten Phallus -, der den  ältesten Kult in ON bestimmt,
ist ATUM zu Hause.
Seine Hand, die ATUM zur Selbstbefruchtung benötigt,
ist nämlich erst später als IUESAS zu einer Göttin erhoben.
Nur ATUM war ein androgynes Wesen,
das erste Schöpfungspaar ist schon zweigeschlechtlich geschildert.
HERNUNPOLIS = UNU = Heimat des Gottes AMUN
Als nun das Urmeer NUN da war,
wuchs aus ihm der erhabene Boden hervor.
Auf diesem Hügel des Uranfangs lag das
verborgene Ei des großen SCHNATTERERS.
Aus ihm ging AMUN hervor, als der Himmel
noch nicht geformt und die Erde noch nicht gebildet war.
AMUN regierte die Welt mit seiner ACHTHEIT,
die er mit AMAUNET geschaffen hatte.
Zur ACHTHEIT gehörten:
NUN        und       NANET
HUH        und       HAHET
KUK        und       KAKET
AMUN     und       AMANET
Aus dieser ACHTHEIT ist AMUN als Reichsgott nach Theben.
Dorthin ist die ACHTHEIT ihm gefolgt.
AMUNS SYMBOL = die NILGANS
Die ACHT und NEUNHEIT
ATUM befruchtete sich selbst und zeugte
SCHU und TEFNUT
Zeugten
GEB und NUT
Zeugten
OSIRIS, SETH, ISIS, NEPHTYS
So war die erste ACHTHEIT vollendet.
OSIRIS         heiratete            ISIS
           SETH             heiratete           NEPHTYS

Plutarch erzählt:
RHEA habe sich heimlich mit KRONOS verbunden,
 und dann habe auch noch HERMES mit ihr geschlafen.
An einem anderen Tage habe HERMES mit SELENE
gespielt und bei einem Brettspiel gewonnen
und von ihr als Gewinn fünf Tage erhalten.
RHEA habe sich nicht anders zu helfen gewusst,
als diese Tage dem Jahr als Schalttage anzufügen.
Damit habe sie aber einen Fluch des HELIOS unwirksam gemacht,
der geschworen hatte, um sie für ihr Liebesgetändel mit
HERMES und KRONOS zu strafen,
 ihr keinen Tag zum Gebären zu geben.

So konnte RHEA aber nun am ersten der Schalttage
den OSIRIS und am nächsten den ARUERIS gebären,
während am dritten Tage TYPHON geboren ward
und der vierte Schalttag zum Geburtstag der ISIS wurde.
Darum blieb der fünfte Schalttag übrig als Namenstag der Göttin NEPHTYS.
TYPHON aber, der sich nicht den Regeln beugen wollte,
war durch die Weiche seiner Mutter RHEA gedrungen.
Dem Gott RE aber wurden aus seinem Blute die Kinder HU und SIO geboren.
 Aus dem Haupte des SETH aber entsprang die göttliche
Sonnenscheibe des THOT wie dem Scheitel des GEB der Gott ZUSAS.
Den HELIOS aber nennen die Ägypter RE und sagen,
er sei aus einer sich öffnenden Lotosblume geboren.

Den ZEUS nennen die Ägypter AMUN.
Den HERMES aber THOT.
RHEA und KRONOS sollen GEB und TEFNUT gewesen sein,
während sie TYPHON für SETH ausgaben.
RE – HORUS muss     RE   und CHNUM sein
wie auch HERAKLES
AMANET    =  MUT
             AMUN         =  BA               
                             =  CHEPRE in der Sonnenbarke
=ATUM

Die HORUSNAMEN

HARSIESIS              (der ISIS- SOHN/ HORUS)
oder   HARPOKRATES,    das ist HORUS als Kind,
oder   HAROERIS,             der ältere HORUS.
Der Name HARACHTE    der HORUS vom LICHTLANDE
Ist aus liturgischem Brauch hervorgewachsen und hat sich dann zu einer
Erscheinung des RE verselbständigt, als RE den HORUS in seiner
Bedeutung überwand.
AMANET  und AMUN zeugten zuerst
CHONS  er hatte die Gabe aus Ton Menschen zu modellieren.

RE – AMUN – PTAH
Waren drei Götter und ihresgleichen gibt es keine anderen.
Als oberster Reichsgott muss AMUN die
Funktionen von RE und PTAH übernehmen.
Seine SYMBOLE sind WIDDER und GANS.
Sie zeigen an welche geschichtlichen Epochen er durchlaufen hat.
AMUN hat das Erbe der Erntegöttin THERMUTIS angetreten,
seit dem mittleren Reich vertritt er
 den ithyphallischen Fruchtbarkeitsgott MIN.
ATON ist die Sonnenscheibe und galt als alleiniger Gott
 während der Regierungszeit
AMENOPHIS IV der sich ECHNATON nannte.

Das Ägypter – Evangelium!
Am Anfang erschien der Vater, der unsichtbare Geist
Der Vater entstand aus sich selbst. Er ging aus sich
Eine unerklärbare Kraft.
Aus ihm kamen drei Kräfte hervor:
Der VATER, die MUTTER, der SOHN.
Sie gingen aus dem lebendigen Schweigen
 des unaussprechlichen Vaters hervor.
Danach aber ging DOMEDON aus jenem Ort hervor;
das Licht ging aus jenem Ort heraus.
Danach aber kam als vierter der Sohn hervor,
die Mutter war die fünfte und der Vater der sechste.
Es bildeten aber danach der Vater,
die Mutter und der Sohn je eine neue ACHTHEIT.
Die erste ACHTHEIT bestand aus
dem mannweiblichen VATER
dem DENKEN,
dem WORT,
der UNVERDERBLICHKEIT,
dem EWIGEN LEBEN,
dem WILLEN,
dem VERSTAND.
Zur zweiten ACHTHEIT aber gehörten:
Die MUTTER,
die jungfräuliche BARBELO,
KABA ADONE,
der ÜBER DEN HIMMELN THRONENDE,
die UNERKLÄRBARE KRAFT,
die UNAUSSPRECHBARE MUTTER
und zwei andere Zauberwesen.
Die dritte ACHTHEIT aber bildeten:
Der SOHN DES SCHWEIGENS,
der KRANZ DES SCHWEIGENS,
die ERKENNTNIS DES VATERS,
die KRAFT DER MUTTER,
Aus seinem Schoße nämlich gingen die sieben Kräfte
großen Lichtes der sieben Stimmen hervor,
 deren Vollendung das Wort ist.
Dies sind die drei ACHTHEITEN, die der VATER aus seinem Schoße
durch das SCHWEIGEN und die PRONOIA an jenem Ort hervorbrachte.
Und dieser erste ÄON DOXOMEDON war erfüllt
von Kräften und Herrlichkeiten und Thronen.
Und alle priesen den großen unsichtbaren Geist,
der der Ursprung allen Lichts und das Licht selbst ist,
und es antwortete ihnen das SCHWEIGEN vom lebendigen SCHWEIGEN.
ÄGYPTER EVANGELIUM
NHC III 40,12 – 44,21
und
NHC IV 50,1 – 55,11.

 

 

Indischer Pantheon
BRAHMAN – DYAUS

Es teilt sich in weiblich und männlich
Es wird die zweigeschlechtliche Gottheit
NARA (männlich)
NARI (weiblich)

Aus der Verbindung geht
VIRAJ (der Sohn) hervor

Darüber hinaus hat jedes System eine dreifache männliche
Dreieinigkeit, wovon jede einzeln durch sich selbst
Aus einer weiblichen Gottheit hervor ging.
BRAHMA, VISHNU, SHIVA verschmelzen zu einem, welches BRAHMA ist,
erschaffend und geschaffen werdend durch die Jungfrau NARI
Die Mutter immerwährender Fruchtbarkeit.

 

 

Am Anfang aller Dinge
tauchte Mutter ERDE aus dem CHAOS und
Gebar im Schlaf ihren Sohn URANOS.
Er blickte von den Bergen liebevoll auf sie herab und sprühte
Fruchtbaren Regen über die geheimen Öffnungen ihres Leibes.
Da gebar sie das Gras, Blumen und die Bäume,
und auch die Tiere und Vögel.
Der gleiche Regen brachte die Flüsse
zum fließen und füllte die Tiefen
So das Seen und Meere entstanden.
Ihre Kinder, die hundertarmigen Riesen
BRIAREOS, GYGES und KOTTOS
waren von halbmenschlicher Gestalt.
Nach ihnen kamen die drei wilden, einäugigen Kyklopen
BRONTOS, STEROPES und ARGES
Meisterschmiede und Erbauer gigantischer Mauern.
Erst waren sie in THRAKIEN ansässig;
später zogen sie nach KRETA und LYKIEN.
Odysseus traf ihre Söhne auf SIZILIEN.
Sie selbst aber wurden von APOLLON
aus Rache für den Tod ASKLEPIOS
Getötet und ihre Geister in die Höhlen des Vulkans ÄTNA verbannt.

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